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Veranstalter
Emslandmuseum Lingen Dr. Andreas Eiynck
Burgstraße 28 b
Lingen (Ems)
Tel. 0591 47601
Veranstaltungsort
Emslandmuseum Lingen Burgstraße 28 b
49808 Lingen (Ems)
Tel. 0591 47601

Metropole der Emsregion

 

Lingen in den 90er-Jahren

 
Die Präsentation „Lingen in den 90er-Jahren“ bildet am 4. und 6.12. (Mi. u. Fr., 11, 16 und 19.30 Uhr) den Abschluss der gemeinsamen Vortragsreihe des Heimatvereins und des Emslandmuseums zur Zeitgeschichte von Stadt und Region. Im Mittelpunkt steht diesmal Lingen als Metropole der Emsregion in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Kultur am Ende des 20. Jahrhunderts. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen.

Der weitere Aufstieg Lingens schien in den 90er-Jahren unaufhaltsam. Von Norden und Süden her arbeiteten sich die Baustellen der Emslandautobahn A31 immer weiter auf Lingen zu. Entlang der Umgehungsstraße entstanden zahlreiche neue Gewerbegebiete. Die Steuereinnahmen sprudelten und 1991 bezog die Finanzverwaltung ein neu errichtetes Verwaltungsgebäude.
Zur Mitte des Jahrzehntes überschritt Lingen die 50.000 Einwohner-Grenze. Das Lingener Rathaus wurde erweitert und neu gestaltet. Gleichzeitig nahm der Standort Lingen der Fachhochschule Osnabrück seinen Studienbetrieb auf. Vor den Toren der Stadt entstand die Hedon-Klinik. Auf dem Gelände des früheren Wagenwerkes eröffneten die Emshallen, die damals zunächst als Viehmarkthallen konzipiert waren. Das frühere Eisenbahngelände an der Kaiserstraße, die größte Industriebrache der Stadt, entwickelte sich schrittweise zu einem neuen Zentrum für Wirtschaft, Medien und Kunst. Dort nahmen 1997 die Kunsthalle und der Radiosender Ems-Vechte-Welle den Betrieb auf.
 

1993 unterzeichnete Lingen einen Partnerschaftsvertrag mit der schlesischen Stadt Bielawa (Langenbielau) in Polen und fünf Jahre später folgte die Partnerschaft mit dem katalanischen Salt in Spanien.Ein Thema, das auch 20 Jahre später die Lingener bewegte, bildete der Umbau der Wilhelmshöhe 1999. Und bundesweites Aufsehen erregte 1999 die Tagung der katholischen deutschen Bischofskonferenz im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen, bei der kontrovers über den Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftsberatung debattiert wurde.
Kurzum: ein bewegtes Jahrzehnt, an dessen Ende Lingen zur Jahrtausendwende das unangefochtene Zentrum der Emsregion bildete.
Eintritt: 5,- €, Heimatvereinsmitglieder 3,- €.
 
Datum: 04.12.2019 und  06.12.2019
Uhrzeit: jeweils 11.00 Uhr, 16.00 Uhr und 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 5,00 € / Heimatvereinsmitglieder 3,00 €


Fotos v.o.n.u.: Headerfoto Stadt Lingen (Ems), Archiv Emslandmuseum Lingen, Foto Emslandmuseum Lingen