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Gewerkschaft verhindert erneut verkaufsoffenen Sonntag

Interessen des Einzelhandels werden bewusst ignoriert

Kurzfristig hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den für den 19. September in Lingen geplanten verkaufsoffenen Sonntag per gerichtlichem Eilantrag torpediert. „Nur zwei Tage vor Fristablauf hat uns der Eilantrag der Gewerkschaft erreicht“, beschreibt LWT-Geschäftsführer Jan Koormann die Situation. Eine juristische Auseinandersetzung mache in seinen Augen keinen Sinn mehr, da eine rechtliche Sicherheit allenfalls äußerst kurzfristig gewährleistet wäre. „So können wir keine Verlässlichkeit für die Händler und das Verkaufspersonal bieten. Zudem ist es dann zu spät, für den verkaufsoffenen Sonntag zu werben. Damit schwächt ver.di eine Branche, die unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie schon genug gelitten hat.“

Verärgert sind auch die Lingener Einzelhändler, für die jede Sonderaktion nach den zurückliegenden Corona-Einschränkungen eine Abmilderung der angespannten Situation bedeutet hätte. „Ver.di agiert aktiv gegen die Händler und die Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Einzelhandel“, macht Dirk Iserlohe, Vorsitzender des LWT e.V. seinem Ärger Luft. Auch Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone findet deutliche Worte: „Wir tun alles, um den Einzelhandelsstandort Lingen attraktiv zu gestalten. Dazu haben wir in diesem Sommer über 300.000 Euro Sonderbudget bereitgestellt und damit ein bundesweit beachtliches Maßnahmenbündel mit zahlreichen Veranstaltungen zur Förderung des Einkaufserlebnisses geschnürt. Umso unverständlicher und ärgerlicher ist es nun, dass einzelne Maßnahmen wie ein verkaufsoffener Sonntag mit juristischen Mitteln verhindert werden.“ Der verkaufsoffene Sonntag hätte die Veranstaltungen rund um den Kunstpreis „Lingener Theo“ abrunden sollen und somit sicherlich erneut viele Menschen in die Innenstadt gelockt. 

Kritisch sieht das Verhalten der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auch der Landtagsabgeordnete Christian Fühner. „Die Gewerkschaft muss hier endlich umdenken und dem stationären Einzelhandel und den Kommunen landesweit entgegenkommen“, so Fühner abschließend. „Unser Ziel ist es, die Innenstädte zu stärken und dem Online-Handel durch attraktive Angebote etwas entgegenzusetzen. Alles Bemühungen, die durch diesen Eilantrag nun ad absurdum geführt worden sind.“



Artikeldatum: 3. September 2021